Multiple Sklerose: Tabletten von Merck werden zugelassen

Die Tabletten gegen Multiple Sklerose vom Pharmaunternehmen Merck werden nach Russland nun auch in Australien zugelassen. Die bisher stets in gespritzter Form verabreichte Medizin ist nun auch als Tablette erhältlich und hat daher Aussichten auf einen immensen Absatz. Am Freitag gab Merck bekannt, dass sie auch weiterhin versuchen werden, ihre Tabletten gegen Multiple Sklerose mit dem Inhaltsstoff Cladribin international zu vermarkten. Schon seit längerem versuchen sowohl Merck als auch der Schweizer Pharmakonzern Novartis eine Tablette gegen die bis dato unheilbare Krankheit Multiple Sklerose zu entwickeln und auf dem Medikamentenmarkt erfolgreich zu etablieren. Auf Grund der Tatsache, dass die zuständige australische Behörde „Therapeutic Goods Administration“ (TGA) die neue Medizin zugelassen habe, steht Merck nun alle Türen offen, die Multible Sklerose Tablette in Australien publik zu machen. Aber auch die von der Krankheit betroffenen Menschen dürften sich sehr daran erfreuen, da sie nun nicht mehr regelmäßig zum Arzt müssen, um ihre Medizin gespritzt zu bekommen. Die Cladribin-Tabletten wird künftig unter dem Namen „Movectro“ als rezeptpflichtige Tablette in australischen Apotheken erhältlich sein. Des Weiteren hat Merck auch schon Anträge zur Zulassung von Movectro in 40 weiteren Ländern gestellt. Würden diese genehmigt, so könnte dies ein riesiger Erfolg für den Pharmakonzern Merck sowie für tausende von Multiple Sklerose Patienten sein. Bei Multiple Sklerose (MS) handelt es sich um eine entzündliche Entmarkungserkrankung, die chronisch verläuft. Die Ursache dieser Krankheit konnte bis heute noch nicht gefunden werden. Da bei MS das Zentrale Nervensystem betroffen ist, können sämtliche neurologische Störungen als Folge dieser Erkrankung auftreten. Multiple Sklerose ist nicht heilbar, die Lebensqualität der Betroffenen kann jedoch durch die entsprechende medikamentöse Behandlung deutlich verbessert werden. Der Verlauf der Krankheit ist meist sehr langsam und kann sich über viele Jahre hinweg entwickeln, bis schließlich schwere Behinderungen auftreten. Somit bleicht zu hoffen, dass das neue Medikament Movectro die Behandlung von Multiple Sklerose erleichtert und den Patienten dabei behilflich ist, ihre Krankheit besser kontrollieren zu können.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.