Crocodile Dundee: Gefangen auf dem roten Kontinent wegen Steuerschuld

Crocodile Dundee, auch bekannt unter dem Namen Paul Hogan, kämpft im Moment nicht gegen australische Krokodile, sondern gegen das australische Finanzamt, welches ihm einen schwerwiegenden und millionenschweren Steuerhinterzug vorwirft. Die australische Kriminalkommission (ACC = Australian Crime Commission) soll gegen Paul Hogan, seinen Mitarbeiter John Cornell sowie gegen deren Finanzberater Anthony Stewart Anklage erheben wollen. So wurde es jedenfalls dem Bundesgericht in der letzten Woche mitgeteilt. Die drei Beschuldigten wiesen jedoch jeden Vorwurf zurück und sagten, dass es keinerlei vernünftige Beweise gäbe, die sie belasten könnten. Paul Hogan beteuerte außerdem, dass er nichts getan habe, was mit einem illegalen Akt zu vergleichen wäre. Der berühmte 70-jährige Schauspieler und Komödiant Paul Hogan wird momentan in seinem Heimatland festgehalten, damit letztendlich geklärt werden kann, wie es um seine Steuerangelegenheiten aussieht. Seit fünf Jahren haben australische Steuerprüfer und Kriminalermittler sowohl in US-amerikanischen als auch in australischen Gerichten in einem steuerlichen Rechtsstreit gegen Paul Hogan ermittelt. Die Steuerbehörden erhoben vergangenen Monat Anspruch auf die 38 Millionen AUD, die er an Steuerschulden durch angeblich geheime Löhne besitzen soll. Mit Hilfe ausländischer Bankkonten soll er Einnahmen verschwiegen haben, die er seit dem internationalen Filmerfolg von „Crocodile Dundee“ im Jahr 1986 erzielt hat. Der genaue Steuerbescheid wurde allerdings noch nicht offen dargelegt. Ursprünglich verreiste er vergangene Woche von Los Angelas in sein Heimatland Australien, wo er am Freitag in Sydney landete, um seiner Mutter Florence die letzte Ehre zu erweisen. Sie wurde am vergangenen Samstag im Atler von 101 Jahren beerdigt. Jetzt wird ihm die Ausreise aus Australien so lange verwehrt, bis er seine angebliche, offene Steuerschuld beglichen hat, berichtet sein Anwalt Andrew Robinson. Weiterhin sagte dieser, dass es ein äußerst unpassender Moment sei, Hogan in Australien gefangen zu halten, da ihm gerade in der Trauerzeit die Unterstützung von seiner Familie gut täte. Seine Frau Linda und sein 12 Jahre alter Sohn Chance befinden sich momentan noch in den USA.

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